Skip to main content

Full text of "Otto Schneid Papers--Personal and Business Correspondence in English, French, German, Hebrew, and Polish, 1929-1977--Schneid, Otto. (Box 57, Folder 33)"

See other formats


7  9 


<, 


: I 


■  ■■  ■  ■  ' .  I 
VfV^  ■■■■ 


/..<--• 


I 

•  »      .  * 


■ 


Qreelinf*  front   7fa  tyldfy 


m 
m 

m 
jnj 

•  ■ 
■  ' 

'  DJ     '  ■  • 

■  ■■■■  '  ■  '■ 

•  -  ■  •  ,\ 


Eh 

Bm3 

'  1    '  I  ; 

1  - 

V<>  >  1       ■  .  •  . 


SAN   FERNANDO^LLEY  STATE  'cÖuIge' 
NORTHRIDGE,  CALIFORNIA 

One  of  the  most  beautiful  and  most  modern  campuses 
in  the  magnificent  California  College  System. 
S~        ii     l     I        äA  Photo  by  Jay  Jossman 

föiTL!**    '  M*€     •  post  card 


.ieber  .:.rv;in,  trl*fia1 

am  20.  Januar  gestorben  ist.  traurige 
Leider  weil,  ich  nicht,  wem  sonst    an  noch 

dtteilung  machen  sollte.  isi;  Ihre  Adresse 

,enn  Du  seiner  ,rau  Helena  kondolieren  v,xll.t, 

540  ES  51,  1  rookljn,  NT  U226.  .     •  j ich  Dir 

Sti  -ich  hol.en,  dal:  es  Dxr  gut  ^         md  daB 

3etZt  nicht  .„ehr  sa^en  als  daf.  ich  m.ensxv  adelte, 
bxlt  auch  von  .aeiner  r'anilie. 

Herzlichst 


DR.  ERWIN  TRAMER 
P.  O.  Box  266 
Plainfield,  IM.  J.  07061 
Tel.  757-4116 


17.  Mai,  1972 


Lieber  Otto, 

auch  für  die  traurigste  Nachricht  muss  man  dem  Sender  danken, 
und  die  Nachricht  von  Sigmund  Karfiols  Tod,  die  mir  Dein  Brief  vom  8  dB. 
brachte,  war,  wenn  auch  nicht  unerwartet,  so  doch  nicht  minder  ^aurlg. 
Ich  habe  sie  Eric  Werner  mitgeteilt,  Ivo  Silbermann    Bruno  Schotter, 
wie  auch  meiner  Cousine  Frieda  Traubner-SchMfezer  (  Zürich  ),   dsren  Bru- 
der Josef,  nun  seit  zehn  Jahren  tot,  Sigmunds  Mitschüler  war. 

Es  interessiert  mich,  wann  Du  selbst  die  Nachricht  erhalten 
hast:  denn,  wie  Du  mir  schreibst,  ist  Sigmund  bereits  seit  einigen  Mona- 
ten tot,  seit  dem  20.  Januar.  Es  wundert  mich  na' «Lieh  sehr,  dass  Helena, 
seine  Witwe,  mieh  nicht  selbst  und  sogleich  von  seinem  Tod  verstand  igt 
hat.  Sie  kannte  mich  ja  nicht  nur  persönlich,  sie  wusste  auch,  dass  lefc 
mit  Sigmund  korrespondierte.  Telephonische  Gespräche  waren  ihm  nicht  er- 
wünscht, da  sich  seine  Stimme  nach  der  Schilddrusen-Operation  sehr  geän- 
dert hatte.  Vor  etwa  zwei  Jahren  waren  Eric  und  ich  auch  bei  ihm  zu  Be- 
such   Wir  unterhielten  uns  mit  ihm  vielleicht  zwei  Stunden  lang    Bei  die- 
ser Gelegenheit  erzählte  mir  Helena  in  polnischer  Sprache    die  ich  noch 
recht  gut  verstehe,  aber  sehr  gebrochen  spreche,  dass  sie  beide  auswan- 
dern möchten  u.  zw.  nach  Österreich,  wo  sie  glaubten^  mit  ihren  Mitteln 
besser  leben  zu  können.  Ich  habe  ihm  dann  in  einem  längeren  Brief  meine 
Ansicht  darüber  mitgeteilt  und  ihm  von  Jeder  Auswanderung  entschieden 
abgeraten!  Eine  Kopie  seiner  Antwort  lege  ich  hier  bei.  Es  ist  dies  auch 
sein  letzter  Brief  an  mich.  Ich  wollte  ihm  einen  Gruss  von  Israel  aus 
schreiben    in  dem  ich  im  letzten  Monat  war,  hatte  aber  seine  Adresse 
nient  mit'.  Auch  nicht  die  Delnige.  Jedenfalls,  der  Kreis  wird  immer  klei- 
ner und  kle^-Ihr  alle  gehr  fle issig  seid,  kann  ich  mir  wohl  denken 
Ich  weiss  auch,  dass  Mirjam  hier  ein  master's  degree  in  hebräischer  Liter- 
atur  erworben  hat  und  einige  Zeit  zu  diesem  Zwecke  hier  war.  Ich  bin  auch 
nicht  faul  und  wenn  ich  Glück  habe,  wird  eines  meiner  Stücke  vielleicht 
doch  noch  eines  Tages  aufgeführt.  Ich  werde  das  gewiss  nicht  zu  verhin- 
dern suchen    Es  ist  jedoch  gut,  dass  ich  meinen  Lebensunterhalt  nicht 
meinem  literary  output  zu  verdanken  habe.  Da  wär-  ich  schon  übe  1 ^dran 
Gesundheitlich  geht  es  mir  gut  und  nach  meinem  letzten  ärztlichen  ffu&~ 
nis  bin  ich  eine  Art  Vorzugschuler.  Ich  hoffe,  dass  auch  Ihr  alle  bei 
bestem  Wohlbefinden  seid  „  . 

Mit  besten  Grüssen  und  Wünschen  an  Euch  alle, 


Be llage 


P.S. 


Meine  Schwester  und  ich  korrespondieren  mit  den  deutschen  Behörden 
wegen  der  Erbschaft  nach  unserem  Bruder  Siegfried.  Seine  "  Zuge- 
hörigkeit zum  deutschen  Kulturkreis  w  ist  bereits  anerkannt  worden 
und  wir  glauben,  keine  weiteren  Schwierigkeiten  hier  zu  haben.  Vor 
einigen  Jahren  habe  ich  auch  Dir  eine  Bestätigung  in  einer  ahnli- 
chen Sache  eingesandt.  Hast  Du  damit  etwas  erreicht?  übrigens  hat 
der  Sohn  meiner  Schwester  am  1.  ds.  in  San  Francisco  geheiratet 

u.  zw.  ein  Madchen,  das  er  vor  ein  paar  Mo?{ee^^jEHLSrln 
gelernt  hatte,  Jacqueline  Perez,  eine  junge  technische  Zeichnerin. 


26. V. 1972 


Lieber  Erwin, 

Das  treulichere  in  Deinem  neuen  Brief  ist  die  Aussicht  auf 
Aufführung  eines  Deiner  Dramen.  Wenn  es  dazu  ko-mnen  wird,  wird  das 
auch  mir  eine  echte  Genugtuung  werden,  „enn  man  eich  nicht  to.al 
frustrated  fühlt,  gerat  man  leicht  in  ochuldgexühie  gegenüber  denen, 
die  sich  als  Opfer  völliger  Frustration  empfinden  können,  Vielleicht 
hast  Du  in  um  meine  Analyse  des  Frfolges  u  der  Ätiologie  seines 
m  enteile  gelesen.  Ich  erwarte  also  Deine  weitem  guten  Zachrichten. 

Deiä  „ir  schwer  arbeiten,  sage  ich  nicht  ohne  einen  Einschlag 
von  Bedauern,  weil  man  daf  ür  einen  zumeist  unmerklichen 
der  sich  dann  plötzlich  als  recht  hoch  erweisen  mag.  .ariam  wird  noch 
den  ganzen  Juli  ihrer  Fortbildung  opfern  müssen,  nicht  nur  in  rarem 
nauptfach.nebraische  Literatur,  auch  in  andern  Fächern,  «ehr  als  eine 
Hälft,  des  August  dürften  wir  an  der  Oee  verbringen,  was  auch  ich 
sehr  brauche,  aber  für  mich  aliein  hätte  ich  es  mir  nicht  erlauot. 

Zu  einer  Deiner  Fragen:  Als  karfiol  mir  monatelang  nicht  schriee 
fragte  ich  ihn  nach  seinem  Befinden,  das  ich  mir  leider  nicht  beiriedi- 
rend  vorstellen  konnte,  u  heka»  von  seiner  Frau  eine  eher  für  Maseea- 
gebrauch  u  von  fremder  uandsciirift  gemachte  Information,  die  sich 
hauptsächlich  auf  die  Sperrung  der  Ordination  bezjog.    rst  nach  meiner 
darauffolgender,  .ondolenz  scheint  sie  sich  an  mich  erinnert  zu  haben 
u  antwortete  mir  in  einem  warmen  Stil  mit  Einzelheiten.  Auen  von  Kreba 
als  Todesursache  erfuhr  ich  damit  zum  ersten  ,al,  da  er  mir  von  seiner 
Operation,  aber  nicht  vom  Befund  berichtet  bat*..  Vielleicht  war  er 
darüber'  von  seinen  hollegen  hinters  Licht  geführt  worden. 

In  meiner  Entschädigurgssache  ha.e  ich  nichts  erreicht,  vielleicht 
wegen  2  übler  Advokaten,  deren  einer  ein  Landsmann  ist,  gab  es  aoer 
läagst  auf,  um  nicht  noch  mehr  Zeit  u  Geld  daran  zu  wenden. 
Gratulation  zur  Verheiratung  Deines  Heffen. 


nerzlich  grüßt  Dich 


QUOTATION  frora  WHO*S  WHO  IN  ART,  fourteenth  edition 
SCHNEID,  OTTO,  Ph.D.   (1926),  Prof.   (i960);  painter  in  oil, 
pastel,  gouache,  drawing  in  all  raediums,  sculpture  in  stone,  wood, 
clay  for  bronzecasting,  art  historian;  b  Jablunkova,  Czechoslovakia, 
30  Jan.,  1900;  s  of  Jacob  Schneid,  Law  Court  Director;  m  poetess 
Miriam  Goldshmidt;  two  s.  Educ:     Vienna  University  (art  history, 
philosophy,  Oriental  literatures , ,  prehistory,  aesthetics);  com- 
pleted  studies  in  Paris;  attended  no  art  school.    Exhib.:     Nine  one- 
man  shows:     Galleria  d»arte  internazionale ,  Florence;  International, 
NY;  Columbia  University,  NY;  Toporow,  Hollywood;  Cascone,  Toronto. 
Work  in  permanent  collections:     in  Palazzo  Pitti,  Florence,  Roose- 
velt  Memorial  Library,  Hyde  Park,  Everhart  Museum,  Scranton,  Pa. , 
Skopje  Museum  of  Modern  Art,  Yugoslavia,  Albertina,  Vienna.  Pub- 
lications:     Das  chinesische  Vordergrundbild  (Vienna,  Prague, 
Leipzig,  1934);  The  Biblical  Frescoes  of  Dura-Europos ,  Tel-Aviv, 
1946);  Rembrandt9s  Illustrations  of  the  Bible  (Tel-Aviv,  1947); 
Classic  Greek  Sculpture  Jerusalem,  1943) 5  Prehistoric  and  Proto- 
historic  Mediterranean  Art  (not  yet  published);  illustrated  a  new 
poetic  version  of  the  book  of  Ruth  by  Simon  Spund,  Paris,  with  12 
drawings.     About  Otto  Schneid:     Portfolio,  with  text  by  Gabriel 
Preil  (Alinari,  Florence,  i960);  On  Otto  Schneid  and  Human  Art, 
by  E.C.  Prins  (Hollywood,  1962);  Artist  of  All  times      Otto  Schneid, 
by  Andre  Danach  and  Arthur  Secunda  (Toronto,  1965).  Address: 
43  Laurelcrest  Ave.,  Downsview,  Ont.,  Canada.     Signs  work:  Since 
i960  mostly  scratched  into  the  wet  colour:     see  appendix. 


To  the  museums  mentioned  to  be  added:     British  Museum,  London